solo [mus.] = das Einzelspiel Pl.: die Einzelspiele

Musikalische Umrahmung von Vernissagen, "In-Szene-setzen" von Installationen, als "Überraschungs-Gast" bei Geburtstagen, Auftritte an ungewöhnlichen Orten, traurige Anlässe, etc. - BMW kann Anlässe verschiedenster Art mit seinem vielfältigen Instrumentarium musikalisch angemessen begleiten.

 

 

 

MEMENTO 190

memento1901 memento1902
memento190programm  bildbz

 

cpicctp

2. Brandenburgisches Konzert

Badische Zeitung, 03.03.2015, Robert Ullmann:


Blockflöten-Schäfchenwolken schweben drüber hinweg

Musiker der Philharmonie am Forum und des Evangelischen Bezirkskantorats mit Bachs Brandenburgischen Konzerten.

OFFENBURG. Es war spritzig, es war brillant und an den richten Stellen seelvoll. Ein Kammerorchester aus Mitgliedern der Philharmonie am Forum und des Evangelischen Bezirkskantorats bot am Wochenende die sechs Brandenburgischen Konzerte von Bach, verteilt auf zwei Abende. Am Samstag in der Evangelischen Stadtkirche gab es die Konzerte Numero I, II, und IV.

Dass die Numero III auf den Sonntag geschoben und das Konzert Nr. 4 auf den Samstag "vorgezogen" wurde, war der Ökonomie geschuldet. Nr. 4, BWV 1049, führt in der Besetzungsliste zwei Blockflöten, von denen eine auch beim zweiten "Brandenburgischen" eingesetzt wird. Die beiden Blockflöten seien von Bach als "Echo-Flöten" deklariert, wie Moderatorin Ines Pasz erklärte – wobei man bis heute nicht genau wisse, was er damit genau gemeint hat. Der Echo-Effekt ist jedoch unüberhörbar, zumindest im langsamen Mittelteil. Die Solovioline, gespielt von Regina Florey, seufzt und klagt ganz innig, die Blockflöten – Ines Zimmermann und Isabel Lehrmann – geben zarteste Echos. Sie sind das beherrschende Merkmal dieser Passage.

Ein Cembaloakkord von Traugott Fünfgeld wirkt wie ein Stein, der eine sanfte melodische Wellenbewegung des Orchesters verursacht. Die Wellenbewegung verebbt – und findet einen zarten Nachhall durch die Blockflöten und die Solovioline. Zartheit ist das Hauptmerkmal des Werks – zumindest der ersten beiden Sätze. Das Eingangsmotiv hat wohl jeder Klassikfreund im Ohr, dieses beschwingt-schöne absteigende Flötenmotiv über den drei Tutti-Schlägen. Dann kommen die Streicher in wirbelnde, swingende Bewegung, und immer schweben luftige Blockflöten-Schäfchenwolken drüber hinweg. Satz drei, Presto, ist dann der hochvirtuose Abschluss. Die Geigerin aus Österreich macht das Klasse. Das ist kraftvoll, und zugleich ist es sensibel und voller Melos, Musik mit viel Seele.

Concerto Numero II stellt ein Solistenquartett aus Violine – diesmal Frank Schilli –, Blockflöte, Oboe und Trompete heraus. Auch hier: Der Beginn ist frisch. Die Solisten schwelgen in Achtelketten, insbesondere die von Bernhard Münchbach Trompete gleißt. Hier zeigt sich die Meisterschaft des Continuos; Andrej Melik, Cello, und Traugott Fünfgeld, Cembalo, treiben Kammerorchester und Solisten mit elastischem "Drive" an. Es ist atemlos gut, was man da zu hören bekommt. Im langsamen Teil pausiert die Trompete, wodurch Benedikt Walter an der Oboe, Flötistin Ines Zimmermann und Geiger Frank Schilli präsenter werden. In der Stadtkirche ist der Klang der vier Solisten nicht auszubalancieren, Blockflöte und Violine setzen sich mit ihren Antwortphrasen nur schwer gegen den Nachhall der Trompete durch. Der Schluss gehört ganz und gar dem Trompetenglanz. Münchbach macht das mit bestechender Leichtigkeit, und die Oboe umrankt die glanzvollen Trompetenlinien virtuos. So gibt es Bravorufe am Ende.

Concerto Numero I, BWV 1046, das den Abend eröffnete, ist das festlichste von allen – und hochvirtuos überdies. Drei Oboen, zwei Hörner – Fabian Knopf und Lars Bausch – und eine Solovioline sorgen für Klangpracht mit viel Jagdmotiven, Klangfarbenwechsel und Widerhall, der teils doppelt und dreifach erklingt. Vom feierlich-festlichen Beginn des ersten hin zum intim-zarten und doch glanzvoll-virtuosen Abschluss mit Konzert Nummer vier – das gab dem hörenswerten Abend einen zusätzlichen Reiz.

Badische Zeitung, 03.03.2015, Robert Ullmann

Brandenburgische Konzerte I-VI in Offenburg Das kleine Ensemble bot eine hochkonzentrierte kammermusikalische Leistung. Foto: Peter HeckBrandenburgische Konzerte I-VI in Offenburg Das kleine Ensemble bot eine hochkonzentrierte kammermusikalische Leistung. Foto: Peter Heck

 

 

Solo-Trompete(n) & Blasorchester:

jkhausachprg

pressejk2015stkahausachotJahreskonzert 2015 der Stadtkapelle Hausach mit Bernhard Münchbach und Grammy-Gewinner Steffen Kühn (San Francisco/USA) als Trompetensolisten (Bericht OT)

 

pressejk2015stkahausachschwboteJahreskonzert 2015 der Stadtkapelle Hausach mit Bernhard Münchbach und Grammy-Gewinner Steffen Kühn (San Francisco/USA) als Trompetensolisten (Bericht SchwBote)

Hier finden Sie die Presseartikel als PDF: